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Die Kapellenuhr von Bachtel zählt die glücklichen Ehejahre

Eheleute Elfriede und Jakob Guggemoos feiern Diamantene Hochzeit

Seit 40 Jahren sehen die Bürgerinnen und Bürger sehr schnell, wenn Jakob Guggemoos im Urlaub oder krank ist – denn nur wenn täglich das Uhrwerk mit genau 69 Kurbelumdrehungen in Schwung gehalten wird, dann wird auch die genaue Uhrzeit angezeigt. Und Jakob Guggemoos geht täglich zur gleichen Uhrzeit in seine Kapelle.

Nun feierte er mit seiner Frau Elfriede den Dankgottesdienst in der Wallfahrtskirche Maria Rain und damit in der Kirche, wo sich die beiden Jubilare vor 60 Jahren auch das Ja-Wort gegeben haben. Und was gibt es für eine besondere Erinnerung an den Hochzeitstag? „Auf dem Heimweg vom Brautstehlen in Maria Rain war ein heftiger Gewitterregen und das Hochzeitspaar ist richtig nass geworden“ erinnert sich die Braut an die ersten Stunden des Ehelebens. Und die 60 Jahre danach waren geprägt von Liebe, Harmonie und Einvernehmen. Auch ein Motorschaden beim Goggomobil auf der Heimfahrt vom Hochzeitsurlaub nach Nordrhein-Westfalen (Besuch bei der Schwester) und nach Holland konnte die Gemeinsamkeit nicht erschüttern.

Die ersten Blicke trafen sich beim Kathreinen-Tanz im Bärensaal in Nesselwang. Schon bald reifte der Entschluss zur Hochzeit und in den folgenden Jahren wurden den Eheleuten Guggemoos drei Kinder geschenkt. Zwischenzeitlich freuen sich die Ehejubilare zusätzlich über sechs Enkel und sieben Urenkel. „Die Feier mit den Familien unserer Kinder und den Nachbarn, die unseren Hauseingang geschmückt haben, müssen wir leider verschieben“ bedauern die Jubilare. Für die Pfarrgemeinde sowie die Gemeinde überbrachten Pfarrer Roland Högner und Bürgermeister Theo Haslach vor wenigen Tagen die Glückwünsche.

Erwerbsquelle war bis 1992 eine kleine Landwirtschaft, so dass Jakob Guggemoos auch dem Malerberuf nachging. 48 Jahre lang Blasmusik war für Jakob Guggemoos in den Musikkapellen Maria Rain und Nesselwang eine kameradschaftliche Erfahrung. Dies gilt auch für die nun seit mehr als 20 Jahren bestehende Schafkopfrunde. „Hoffentlich kann der monatliche Seniorennachmittag bald wieder fortgeführt werden, denn der Hoigarte und die weiteren Angebote waren immer bereichernd“ freuen sich die Jubilare auf eine baldige Fortsetzung. Und bei Frage nach den aktuellen Hobbies lächelt der Jubilar: „Kanapee und Brennholz machen“. Und natürlich das aus dem Jahre 1904 stammende Kapellenuhrwerk noch lange am Laufen halten!