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Eiserne Hochzeit von Ehepaar Probst

Eleonore und Maximilian Probst sind seit 65 Jahren verheiratet. Die erste Verabredung hatten sie beim Patrozinium in Haslach.

„Eure Liebe soll weiterhin so strahlen wie diese Blumen.“ Mit leuchtend roten Gerbera und Lilien überbrachte Oy-Mittelbergs zweite Bürgermeisterin Gudrun Steiner ihre Glückwünsche an Eleonore und Maximilian Probst. Das Jubelpaar feierte seinen 65. Hochzeitstag. Auch Pater Josef war als Gratulant zur Stelle.

„Eigentlich sind wir seit 70 Jahren unzertrennlich“, sagte Maximilian Probst. Für ihn und seine Eleonore ist heuer ein Jubeljahr in doppelter Hinsicht, denn beide feierten auch ihren 90. Geburtstag. „Was ist das für ein Mädle?“, fragte Maximilian Probst einst seine Freunde. Seine Zukünftige war im Januar 1949 nach Faistenoy gezogen, wo ihre Schwester bereits verheiratet war. In einer Kleiderfabrik hat sie als Näherin gearbeitet. Das Jahr war noch nicht zu Ende, als beide am Wolfgangstag, dem 31. Oktober, beim Patrozinium in Haslach ihre erste Verabredung hatten. „Erst musste ich aber noch einen Freund aus dem Weg räumen“, scherzte der Jubilar.

Geheiratet haben die Probsts am 22. November 1954. Sieben Jahre später erblickte Reinhard das Licht der Welt. „Unser Prachtsohn“, sagte Eleonore Probst. Schwiegertochter Claudia stimmte zu und lächelte. Ganz offenbar herrscht ein harmonisches Miteinander der Generationen, die alle miteinander unter einem Dach wohnen. Die Enkelkinder Johanna, Maximilian und Andreas sind mittlerweile flügge geworden. Wie Familie geht, haben alle quasi mit der Muttermilch aufgesogen: Eleonore Probst, die bei Deggendorf in Niederbayern als jüngste von 14 Kindern aufwuchs. Maximilian Probst, der mit fünf Geschwistern groß wurde und in Oy-Mittelberg die elterliche Landwirtschaft übernahm. Und auch Claudia Probst stammt aus einer Großfamilie in Zollhaus.

„Wir haben ein schönes, langes Leben und sind von schweren Schicksalsschlägen verschont geblieben“, sagte Maximilian Probst. Vertrauen, Glück und Liebe bilden für ihn die Basis eines beständigen Ehelebens. Für seine Frau zählt Zufriedenheit. Und sie genießt den Familienfrieden. Gleichwohl weiß Eleonore Probst, dass dieser nicht auf den Bäumen wächst: „Man muss die Jungen machen lassen.“ So hat das Ehepaar 1989 die Landwirtschaft aufgegeben, als Sohn Reinhard dafür kein Interesse zeigte und sich für das Abitur entschied. „Es gab schöne Zeiten und schwere Zeiten“, resümiert der Jubilar. Trotz der vielen Arbeit wurden im Hause Probst viele Feste gefeiert. Und die Enkel haben Freude und Leben ins Haus gebracht.

Das Jubelpaar inmitten von (von links) Pater Josef, Schwiegertochter Claudia, Sohn Reinhard und Zweiter Bürgermeisterin Gudrun Steiner. Foto und Artikel I. Rampp