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Goldene Hochzeit im Hause Mayer in Oy

Erika und Ernst Mayer feierten bei guter Gesundheit vor wenigen Tagen die Goldene Hochzeit. Neben den zahlreichen Glückwünschen aus der Verwandtschaft, dem Bekanntenkreis und von Bürgermeister Theo Haslach freuten sich die Eheleute Mayer besonders auch über das Blumenherz von den Nachbarn, die das gute Verhältnis „über den Gartenzaun“ dokumentiert.

Die Jubilare sind in Wolfhagen bei Kassel bzw. Rüsselsheim (Hessen) geboren. Während eines Faschingsballes im Wiesbadener Kurhaus im Febr. 1965 „Tanz in sieben Sälen“, wo den ganzen Abend die Damenwahl galt, wurden die Lebenslinien nachhaltig beeinflusst: Vier Jahre später folgte der Gang zum Traualtar.

Als selbständiges Gastronomie-Ehepaar in Wiesbaden erweckte während eines Urlaubs in Oy-Mittelberg der Wunsch, die Selbstständigkeit ins Allgäu zu verlegen. Sie nutzten die Gelegenheit, eine Pension im Jahre 1975 in Oy zu erwerben und nach Renovierungsarbeiten im Jahre 1977 wieder zu eröffnen. Über 34 Jahre führte Frau Erika Mayer als Kneipp-Bademeisterin zusammen mit ihrem Ehegatten Ernst die Pension. Dabei passten sie das hauseigene Konzept an die veränderten Gästewünsche an, um z.B. mit Heilfasten-Wanderwochen neben der Erholung auch die Gesundheit als Urlaubsziel zu verankern.

Nicht nur das Engagement für die Gäste, sondern auch der Einsatz für den neu gewonnenen Heimatort begleitete das Goldene Hochzeitspaar mehrere Jahrzehnte. Unterstützung in den Vorstandschaften bzw. als Übungsleiter im Tennisclub, beim Volleyball, im Kur- und Kneippverein bzw. in der Kirchenverwaltung Verklärung Christi prägten die helfende Grundeinstellung. Noch in guter Erinnerung ist die federführende Organisation einer zweiwöchigen Zeltmission im Sommer 1992, wo zu den „Bibelwochen“ täglich 500 bis 600 Personen kamen. Neben den beeindruckenden Glaubenserlebnissen war die tägliche kulinarische Versorgung der Gäste eine große Aufgabe, die aufgrund vieler ehrenamtlicher Helfer gut gelang.

Das Land Israel ist eine große Leidenschaft der Jubilare. Über 20 Mal haben sie das Land besucht und dabei auch ein Dutzend Gruppenreisen in das Land organisiert. Stolz sind sie auf die mehrere Jahre andauernde und im Jahre 2013 abgeschlossene Aktion, dass mit der Pflanzung von 5.000 Bäumen in Israel ein „Kempten-Oberallgäu Wald“ entstanden ist. Diese Aktivitäten und die Reiseorganisationen führten zu einer offiziellen Belobigung von israelischer Seite und zur Ernennung als „Botschafter des Guten Willens des israelischen Fremdenverkehrs“.