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Mitfahrplattform fahrmob.eco startet mit 70 Vereinen und 550 Nutzenden im Oberallgäu

Mit einer bunten Informationsveranstaltung wurde am Wochenende der offizielle Auftakt der regionalen Mitfahrplattform gefeiert. Die dient nicht nur dem Klimaschutz, sondern auch dem Ehrenamt.

Am vergangenen Wochenende wurde vor dem Landratsamt in Sonthofen der offizielle Start der regionalen Mitfahrplattform fahrmob.eco gebührend gefeiert. Zum Auftakt waren aus vielen der teilnehmenden Oberallgäuer Gemeinden Gäste angereist – natürlich stilecht in Fahrgemeinschaften. Vom Feuerwehr-Bereitschaftsbus über die Bürgermeister-Limousine bis zum Elektroauto reichten die fahrbaren Untersätze. Empfangen wurden sie von zahlreichen Allgäuer Vereinen und Initiativgruppen, die einen passenden Rahmen für den Auftakt des neuen Angebots bildeten.

Dem erfolgreichen Start voraus ging eine lange und arbeitsintensive Phase der Vorbereitung: Der Landkreis hatte eine Spende der Elektrizitätswerke Schönau dazu verwendet, das ursprüngliche Konzept von Helmut Scharpf aus Ottobeuren als Smartphone-App allgemein zugänglich zu machen. Die Oberallgäuer Landrätin Indra Baier-Müller hat den Aufbau der Initiative seit einem Jahr intensiv begleitet: „Nach sieben Informationsveranstaltungen für Vereine und der Klärung vieler Detailfragen freue ich mich umso mehr, dass die Mitfahr-App fahrmob.eco nun bereits seit einigen Wochen problemlos genutzt wird. Jede geteilte Autofahrt vermeidet Abgase und spart Treibstoff. Das ist heute angesichts von Krieg in Europa und der Klimakrise wichtig wie nie zuvor. Ich finde, dass wir mit unserem Projekt den richtigen Zeitpunkt gefunden haben“, sagte sie mit sichtbarer Freude über den gelungenen Start. Darüber hinaus dankte sie den 18 Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, die das Angebot vor Ort beworben hatten und äußerte die Hoffnung, dass sich bald alle Oberallgäuer Kommunen – und darüber hinaus – dem wachsenden Mitfahr-Netzwerk anschließen würden.

Bereits 70 Oberallgäuer Vereine sind dort eingetragen, sowie rund 550 Nutzerinnen und Nutzer. Neben dem bekannten Ansatz, dass sich auf einer Mitfahrplattform Fahrer und Mitfahrer finden können, gibt es bei fahrmob.eco eine Besonderheit: Fahrtanbieter sind bereit, das eingenommene Benzingeld einem Allgäuer Verein ihrer Wahl zu spenden. Die Nutzung ist nach Registrierung einfach möglich. Einzige Besonderheit ist, dass man sich für Allgäuer Vereine festlegt, denen man am Jahresende eingenommenes Fahrtgeld spenden möchte. Es ist jedoch weder eine Mitgliedschaft erforderlich, noch fallen Kosten an.

Gute Wünsche für den Auftakt überbrachten auch die Förderer von den Elektrizitätswerken Schönau, Nadine Hoffmann-Hauser, und dem Amt für ländliche Entwicklung, Miriam Lohmüller. Christof Endreß gab als beteiligter Bürgermeister und Vorstand der Regionalentwicklung Oberallgäu e. V. bereits einen Ausblick Richtung Zukunft und deutete an, dass die Regionalentwicklung Oberallgäu die Initiative künftig noch intensiver unterstützen wolle. Schließlich kam der Ideengeber Helmut Scharpf aus Ottobeuren zu Wort und beschrieb seine Beweggründe von Klimakrise über Gemeinschaftssinn bis hin zur Stärkung des Vereinswesens. Mit der Mitfahrplattform hat er etwas geschaffen, was tatsächlich allen einen guten Dienst erweisen kann – wenn es denn genutzt wird.

Pressestelle des Landkreises Oberallgäu