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Partnerschaft mit Bais

Gemeinde Bais

Gemeinde Bais
Avenue A. Janvier
53160 Bais
Frankreich
Bürgermeisterin Marie-Cécile MORICE

Gemeinde Oy-Mittelberg

Gemeinde Oy-Mittelberg
Hauptstraße 28
87466 Oy-Mittelberg
Deutschland
Bürgermeister Theo Haslach

Jean-Pierre Gervot verstorben

Nur fünf Wochen nach dem ehemaligen 1.Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins Bais / Oy-Mittelberg e.V. Alfred Mey ist der langjährige Präsident des Comitée de Jumelage Bais Jean-Pierre Gervot im Alter von 72 Jahren verstorben.

Jean-Pierre übernahm 1989 den Vorsitz von Daniel Desmot und leitete die Geschicke des Comitée bis in das Jahr 2009 als er das Zepter an Jean-Luc Pichot übergab. In dieser Zeit organisierte er zahllose Begegnungen mit seiner geliebten Partnergemeinde Oy-Mittelberg, an der sich die Musikkapellen, die Feuerwehr, die Sportler, die Gemeinderäte und die Bürger von Oy-Mittelberg beteiligten. Besonders am Herzen lag ihm der jährlich stattfindende Jugendaustausch, an dem sich immer über 30 Jugendliche beteiligten. Auch privat besuchte er Oy-Mittelberg bei jeder Gelegenheit.

Höhepunkt seines Schaffens war die Verleihung des Europadiploms an die Gemeinde Bais und das Comitée de Jumelage durch die Europäische Kommission.

Der Partnerschaftsverein Bais/Oy-Mittelberg e.V. und die Gemeinde Oy-Mittelberg bedanken sich bei Jean-Pierre Gervot für die großen Verdienste für die Partnerschaft der Gemeinden, aber auch für die Förderung des Europäischen Gedankens.

Die Partnerschaft mit Bais

Die Partnerschaft zwischen der Allgäuer Gemeinde Oy-Mittelberg und dem französischen Ort Bais in der Mayenne (Frankreich) wurde offiziell 1983 begründet. Im Jahr 1987 entschieden sich der Bezirk Schwaben und das Departement Mayenne zu einer Regionalpartnerschaft, inzwischen gibt es zwischen diesen beiden Regionen auch noch 24 gemeindliche Partnerschaften.

Die Freundschaft zwischen Oy-Mittelberg wurde schon mehrfach durch das Europa- parlament mit höchsten Ehren bedacht. So erhielten wir 1990 das Europa-Diplom bei einer Zeremonie in Straßburg. Die höchste Auszeichnung, die Europaehrenfahne konnte die Gemeinde anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Partnerschaft 1998 im Kurhaus Oy in Empfang nehmen. An der Partnerschaft sind viele verschiedene Vereine der Gemeinde beteiligt, so waren in den vergangenen Jahren die Musiker, die Sportler, die Feuerwehren, aber auch die Landwirte zu Besuch in unserer Partnergemeinde. Eine der Höhepunkte ist der schon traditionelle Jugendaustausch, der jährlich stattfindet und immer von 30 Jugendlichen aus der Gemeinde genutzt wird. Seit 1992 gibt es in Oy-Mittelberg einen „Place de Bais“, dieser liegt im kleinen Park direkt neben dem Rathaus. Eine Tafel auf einem Findling erinnert an die Einweihung. Auch Bais hat eine Straße mit dem Namen „Rue d’Oy-Mittelberg“, diese zentral gelegene Straße wurde im Jahr 1991 eingeweiht.


Am Grab von Bürgermedaillenträger Alfred Mey

Unter großer Anteilnahme der örtlichen Bevölkerung und Vereine wurde Alfred Mey, der im 93. Lebensjahr verstorben ist, mit den Klängen der Musikkapelle Schwarzenberg und in Begleitung von drei Fahnensektionen zur letzten Ruhestätte auf dem Friedhof Schwarzenberg beigesetzt.

Pater Anoop führte in der Trauerfeier die Gedanken zu den guten Werken, die der Verstorbene für die örtliche Gemeinschaft und die deutsch-französische Freundschaft erbracht hat. In mehreren Nachrufen wurden diese Erinnerungen an einen tatkräftigen Bürger betont.

1. Vorsitzender Anton Gabler vom Veteranen- und Soldatenverein Schwarzenberg führte aus, dass mit Alfred Mey das letzte Vereinsmitglied, das aktiv im 2. Weltkrieg den Dienst an der Waffe verrichten musste, nun gegangen ist. Alfred Mey war mit 17 Jahren Soldat, zunächst in Frankreich und später in Russland – aus der Gefangenschaft kehrte er im Sommer 1947 heim.

Die erste Aufmerksamkeit in unserer Gemeinde galt der Sennerei in Oberschwarzenberg, die er als damaliger Vorstand für die Skizunft Schwieberdingen erwarb und danach zur treibenden Kraft für den Umbau dieses Hauses wurde. Seine beruflichen Kenntnisse waren dabei von besonderer Bedeutung für das Gelingen dieses Werkes. Diese Vereinsaktivitäten führten auch zum privaten Lebensglück und damit zum Wohnsitz in Schwarzenberg.

Noch einmal brachte Alfred Mey sein bauliches Können und seinen Überblick für die Dorfgemeinschaft Schwarzenberg zum Einsatz – und zwar bei der sehr genauen Führung des Bautagebuches beim Neubau des Feuerwehrhauses mit Vereinsräumen. Hierfür bedankte sich Schützenmeister Uli Mangold für die beteiligten Ortsvereine und betonte ergänzend auch die vielen kameradschaftlichen Stunden seit dem Vereinsbeitritt im Jahre 1970 in den Schützenverein. Zweimal wurde dem Ehrenmitglied Alfred Mey auch die Ehre als Schützenkönig zuteil.

Geprägt von den Erfahrungen des zweiten Weltkrieges war Alfred Mey von Anfang an ein sehr starker Unterstützer einer deutsch-französischen Partnerschaft, die Anfang der 80er Jahre mit der Gemeinde Bais aufgebaut wurde. Alfred Mey wollte zur tiefen Ver- und Aussöhnung der ehem. Feinde beitragen und die freundschaftlichen Bande mitgestalten – aus der Erfahrung des Krieges war es ihm ein Herzensanliegen, an einem friedlichen Europa mitzubauen. Als Gründungsvorsitzender des Partnerschaftsvereines von Oy-Mittelberg wurde er von 1984 bis 1996 zum Motor dieser Freundschaft. Anschließend war er als Ehrenvorsitzender weiterhin sehr aktiv bei der Organisation von Begegnungen und war auch bis vor wenigen Jahren immer wieder auch selbst in der Partnergemeinde Bais. Diese menschliche und freundschaftliche Verbundenheit wurden in den Nachrufen von 1. Vorsitzendem Fabien Gervot sowie dem Vorstandsmitglied Jean-Claude Maignon (beide aus Bais angereist) sowie dem Vorsitzenden des örtlichen Partnerschaftsvereines Thomas Fricke sehr deutlich und lebendig. Die Verleihung der Europafahne war ein starkes Symbol, das 1998 erreicht wurde. Über mehrere Jahrzehnte etablierte sich darüber hinaus ein Freundeskreis unter der Leitung von Alfred Mey, um Sprachkurse anzubieten. Für die Vertiefung der Französisch-Sprachkenntnisse und das damit verbundene freundschaftliche Lernen bedankte sich auch Andrea Jörg.

Bürgermeister Theo Haslach erinnerte ebenfalls an die Schaffenskraft beim Umbau des Schwieberdinger Hauses und des Feuerwehrhauses mit Vereinsräumen. Am längsten, nämlich 34 Jahre lang, setzte sich der Verstorbene aktiv für die deutsch-französische Partnerschaft ein - er war das „Gesicht“ der Partnerschaft in Oy-Mittelberg und in Bais. Viele Dutzend Male hat er das Land besucht, wo er zum Ende seiner Kriegsgefangenschaft überzeugt war: „Nie wieder Frankreich!“. Helmut Kohl wird zu dieser Entwicklung von Partnerschaften zitiert: Die Tatsache, dass die deutsch-französische Freundschaft nicht einfach von oben verordnet, sondern in den Herzen der Menschen verankert ist, stellt das größte Vertrauenskapital dar, das wir in all diesen Jahren aufgebaut haben. Diese Freundschaft, an der auch Alfred Mey maßgeblich mitgebaut hat, wirkt bis heute und wirkt in die Zukunft.

Als Zeichen der Wertschätzung und des Dankes für den überdurchschnittlichen örtlichen Einsatz und der Tatkraft für die deutsch-französische Freundschaft hat der Verstorbene im Dez. 1998 das Ehrenzeichen des Bayer. Ministerpräsidenten und im Nov. 2004 die Bürgermedaille der Gemeinde Oy-Mittelberg erhalten. Alfred Mey war ein würdiger Träger dieser Auszeichnungen.

Das Tagwerk von Alfred Mey ist vollbracht - die Freundschaft mit Frankreich ist entzündet. Nun ist es die Aufgabe der heutigen Generation, dieses Feuer weiter zu tragen.

Theo Haslach, Erster Bürgermeister

Jugendaustausch in Bais 18.08. – 26.08.17

Am Freitagabend bei Sturm und Regen trafen sich 35 Jugendliche und drei Betreuer, um dem Unwetter zu entfliehen und die circa 13-stündige Busfahrt nach Nordwestfrankreich anzutreten. Der jährliche Jugendaustausch findet seit 1985 statt und beruht auf gegenseitiger Gastfreundschaft der Partnergemeinden. Zudem wird er vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) finanziell unterstützt. Beim freundlichen Empfang am Samstagmittag gab es beim Begrüßungstrunk und der folgenden Zuteilung an die verpflegenden Gastfamilien dann auch viel „Salut“, „Ca va?“ bzw. „Griaß di“, „Und – alles klar?“ auf beiden Seiten. Den Nachmittag verbrachten die rund 65 deutschen und französischen jungen Leute im Schwimmbad und auf dem Sportplatz mit lustigen Spielen. In Champgeneteux, einem Nachbardorf von Bais, begann der nächste Tag mit gemeinschaftlichem Grillen, am Abend wurden dann die durch die französische Jugend organisierten Spiele eifrig ausprobiert. Montags stand die Besichtigung des Soldatenfriedhofs in der Nähe des Mont St. Michel auf dem Programm. Dann ging es raus aus der Normandie und rein in die Bretagne, nämlich zum Austernessen in Cancale. Ungefähr ein Viertel der Beteiligten bestand die Mutprobe und versuchte die französische Spezialität, manchen schmeckte es, manchen nicht. In Saint-Malo konnte die geplante Schnitzeljagd leider aus zeitlichen Gründen nicht stattfinden, dafür wurde es dann mit einem Stadtbummel und einer großen Kugel Eis wieder gut gemacht. Gegen Ende des Tages besuchte man den Sandstrand am Meer in Saint-Malo. Am Dienstag ging es für die Truppe für zwei Tage zum Camping nach Ambrières les Vallées und zwar mit dem Fahrrad, welches von jeder Gastfamilie für die Deutschen zur Verfügung gestellt wurde. Die 30 km lange Tour dauerte circa zweieinhalb Stunden und führte größtenteils an einer alten Bahnstrecke entlang. Beim Zeltplatz, der an einem Fluss lag, angekommen, wurde erstmal typisch französisch gepicknickt mit Baguette, Chips, Süßigkeiten,… anschließend bauten die Jugendlichen ihre Zelte auf und verbrachten den restlichen Tag mit Gesellschaftsspielen und Baden im Freibad. Der nächste Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück, danach durften die Jugendlichen, aufgeteilt in drei französisch-deutsche Gruppen, beim Fußgolf, Volleyball und im Kletterwald interkulturelle Erfahrungen sammeln. Zurück am Zeltplatz ließen sie den Abend mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen. Nach einer (für einige) relativ kurzen Nacht wurden am Donnerstag die Zelte abgebaut und schließlich am frühen Nachmittag wieder zurück nach Bais geradelt. Dies ging nicht ganz ohne Zwischenfälle vor sich: eine Gruppe hatte sich nach Mayenne, der 25 km entfernten Stadt, verfahren, es gab mehrere Fahrradpannen und es ging sogar jemand mitsamt Fahrrad im Fluss baden. Gegen fünf Uhr sind dann aber alle Gruppen heil angekommen. Schon war es wieder Zeit für den Abschiedsabend, bei dem gemeinsam gegessen und zu deutscher und französischer Musik bis spät in die Nacht getanzt wurde. Am Freitagmorgen wurde das Gepäck eingeladen und die Gruppe lief vom Salle Polyvalente (Mehrzweckhalle) zum „Berg“ von Bais: dem Montaigu (ca. 290m hoch). Oben angekommen gab es ein kaltes Buffet und nach langem Verabschieden fuhr der Bus um fünfzehn Uhr in Richtung Oy ab. Beim traditionellen Zwischenstopp in Paris konnten die deutschen Jugendlichen bei einer abendlichen Bootsfahrt auf der Seine Sehenswürdigkeiten wie Notre-Dame, das französische Parlament l´Assemblée Nationale und natürlich den Eiffelturm bestaunen. Gegen halb zehn Uhr abends brach der Bus mit 35 glücklichen Jugendlichen und drei erschöpften Betreuern (Sarah, Nathalie, Peter- vielen Dank für Eure Geduld und unerschütterliche gute Laune all die Tage!) endgültig nach Oy auf, wo sie um sieben Uhr in der Früh nach einer ereignisreichen Woche von ihren Eltern empfangen wurden. Nächstes Jahr jährt sich die Partnerschaft der Gemeinden Oy-Mittelberg und Bais- Mayenne zum 35. Mal. Diesmal werden vom 28.April bis 1. Mai die Erwachsenen aus Frankreich in Oy zu Gast sein, um ein paar schöne Tage im Allgäuer Frühling zu verbringen. Der nächste Jugendaustausch ist im August in Oy-Mittelberg geplant.

Autorennstrecke, Schlösser und Calvados

Interessante Erlebnisse beim Partnerschaftsbesuch in Bais / Frankreich.

Schloss Chambord, die Autorennstrecke und das Automobilmuseum Le Mans oder die Herstellung des Cidre bzw. des Calvados - neben dem freundschaftlichen Kontakten mit den Gastfamilien waren mehrere Besichtigungen eine Bereicherung des Partnerschaftstreffens zwischen 30 Personen aus Oy-Mittelberg und den Freunden aus Bais im Department Mayenne. Seit 33 Jahren lebt die deutsch-französische Partnerschaft und die beiden Vereinsvorsitzenden der Partnerschaftsvereine Fabien Gervot (Bais) und Thomas Fricke (Oy-Mittelberg) haben für den 4-tägigen Austausch ein interessantes Programm organisiert. Bereits auf der Hinfahrt wurde eine Rast genutzt und das Schloss Chambord im Loire-Gebiet zu besichtigen, das vor mehr als 500 Jahren gebaut wurde und seit 1930 dem französischen Staat gehört. Am nächsten Tag besuchte die Gruppe gemeinsam mit Gastgebern aus Bais den Ort der traditionsreichen autorennstrecke in Le Mans, wo seit 1923 das "24-Stunden-Rennen" durchgeführt wird. die ganze Region steht während der Renntage im Zeichen von starken Motorengeräuschen, denn alljährlich zieht dieses Spektakel bis zu 250.000 Zuschauer an. Bei der Museumsbesichtigung wurde eindrucksvoll die Entwicklung der Rennautos dokumentiert und auch die Helden aus dem Fahrerlager bekommen jeweils einen Ehrenplatz. Anschließend führte ein Stadtbummel in die Altstadt von Le Mans und damit zu mittelalterlichen Eindrücken, wobei die schmalen Gassen durch das Angebot eines großen Marktes bereichert wurden. Der gemeinsame Partnerschaftsabend wurde von der Harmoniemusik aus Bais stimmungsvoll eingeleitet und musikalisch gestaltet, während die bayerischen Gäste und die französischen Gastgeber Eindrücke, Erinnerungen und Erfahrungen austauschten. Die Bürgermeisterin Marie-Cecil Morice aus Bais und Theo Haslach aus Oy-Mittelberg würdigten die über drei Jahrzehnte bestehende Partnerschaft, aus der viele Freundschaften entstanden sind und gepflegt werden. Grundlage hierfür ist auch der alljährlich durchgeführte Jugendaustausch, dieser findet im Wechsel mit jeweils ca. 30-35 Jugendlichen im jeweiligen Partnerort statt. Der Abend war sehr kurzweilig mit deutschen und französischen Liedern und verschiedenen Tanzrunden... Der "Montaigu" ist mit seinen knapp 300m üNN der "Hausberg" von Bais. aufgrund des Höhenunterschiedes von ca. 150m zum Ort bietet diese Erhebung einen schönen Rundumblick. von dort sind auch die 10 neuen Windräder für die regionale Stromversorgung sichtbar. Interessante Einblicke in den Obstbau sowie die anschließende Cidre- bzw. Calvados-Produktion zeigte ein Besuch bei einem Landwirt mit anschließendem Museumsbesuch mit Verkostung. in den Eichenfässern werden ca. 1.500 hl Calvados gelagert, der in 15 Länder exportiert wird. Beeindruckend waren die Ausführungen des Obstbauern, denn ein Calvados benötigt mehrere Jahre zur voll Reife - ein besonders kostbarer Jahrgang wird erst nach ca. 20 - 30 Jahren ausgeliefert. Verdun - die grauenvoll Geschichte des Ersten Weltkrieges wurde an den unendlichen Kriegsgräbern und im neuen Museum "Memorial Verdun" spürbar. Von Februar 1916 bis November 1916 tobte ein mörderischer Stellungskrieg, der mit den Darstellungen im neuen Museum nur ansatzweise gezeigt werden kann. Hoffentlich eine dauerhafte Mahnung für den Frieden... Die deutsch-französische Partnerschaft ist ein aktuelles Zeichen für den Frieden und die Freundschaft in Europa. dies wurde in der neuerlichen Begegnung mit den Freunden aus Bais deutlich. Gleichzeitig wurde ein Blick in die Zukunft geworfen, denn das 35-jährige Partnerschaftsjubiläum wird vom 28. April 2018 bis zum 01. Mai 2018 in Oy-Mittelberg gefeiert. Wiederum ein Fest unter Freunden... Auch die Planungen für den nächsten Jugendaustausch in Bais werden durch die Terminfestlegung konkret und zwar findet dieses in der Zeit vom 18. August 2017 bis zum 25. August 2017 statt.

 

 


Vorstandschaft des Partnerschaftsvereins Bais neu gewählt

Vor wenigen Tagen fanden die Neuwahlen des Vereins in Bais statt. Da der bisherige 1. Vorstand Jean-Luc Pichot aus Bais weggezogen ist und sich so nicht mehr zur Wahl stellen konnte, kam es zu einer kompletten Änderung der Vorstandschaft: Die neue Vorstandschaft besteht aus: (Hintere Reihe von links nach rechts) Jean-Claude Maignon (2. Kassier), Sophie Sauleau (2. Schriftführerin), Olivier Guitton (2. Vorstand), bisheriger Vorstand Jean-Luc Pichot. (vordere Reihe von links nach rechts) Nelly Loupy (Kassiererin), Fabien Gervot (1. Vorstand), Didier Melot (3. Vorstand) und Gilles Thenet (Schriftführer). Wer Interesse hat, die neue Vorstandschaft sowie einen Besuch der Gemeinde Bais abzustatten – ein Bus des Partnerschaftsvereins Oy-Mittelberg fährt vom 29.09.2016 bis 03.10.2016 in die Partnergemeinde. Geplante Programmpunkte sind das Schloss Chambord im Loire-Tal, das Automobilmuseum in Le Mans sowie das Cidre-Museum in der Nähe von Bais. Weitere Informationen zur Anmeldung können beim Partnerschaftsverein erfragt werden (Fam. Fricke, Tel.Nr. 08361/1010) bzw. werden an der Jahreshauptversammlung am Freitag, 22.04.2016 um 20 Uhr im kleinen Saal des Kurhauses Oy bekanntgegeben.

Besuch aus Bais 2012

Die Partnerschaft zwischen Oy-Mittelberg und Bais (Mayenne/Frankreich) erlebte in diesem Jahr nach dem Jugendaustausch im August einen zweiten Höhepunkt. Eine Delegation mit über 60 Erwachsenen kam zu Besuch ins Allgäu.

Die französischen Freunde wurden im Pfarrsaal in Oy durch die Gastgeber begrüßt, pünktlich zur Ankunft des Busses begann es zu schneien. Der Partnerschaftsverein konnte wieder alle Teilnehmer in Gastgeberfamilien unterbringen. Am Nachmittag trafen sich die Harmoniemusik Oy und die Harmonie de Bais im Bürgerhaus in Mittelberg zu einer gemeinsamen Probe.

Schon am Abend fand mit dem Partnerschaftsabend der erste Höhepunkt des Austausches statt. Die Oyer Musik begrüßte die Besucher mit einer bunten Mischung aus alpenländischen und modernen Melodien. Nach den Alphornbläsern hielten der Oy-Mittelberg Bürgermeister Theo Haslach und die Bürgermeisterin von Bais und Abgeordnete der französischen Nationalversammlung Sylvie Pichot an die anwesenden Gäste ihre Ansprachen. Der Vorsitzende des Partnerschaftskomitées von Bais, Jean-Luc Pichot, berichtete in seiner Rede vom neu gestarteten Deutschkurs und sprach den zweiten Teil seiner Ansprache in Deutsch.

Begeistert waren die Besucher von der Jugendgruppe des Trachtenvereins Mittelberg, die ihr Können unter großem Beifall demonstrierten. Die Harmonie de Bais erntete mit ihren „fetzigen Songs“ von den fast 200 Besuchern viel Applaus. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der abschließende gemeinsame Auftritt der Harmonie de Bais und der Harmoniemusik Oy.

Am Sonntag konnten wir an einer sehr interessanten deutschen wie französischen Führung durch Herrn Feßler und einem weiteren Vertreter des Allgäuer Überlandwerkes am Grüntensee teilnehmen.

Nach einem geselligen Fischessen im Pfarrzentrum Maria-Rain besuchten die Teilnehmer die Bauernhöfe von Alfons Ostheimer, Leopold Breher und Romuald Schaber. Da diesmal der Anteil an französischen Landwirten am Austausch sehr groß war, entwickelten sich sehr interessante Diskussionen mit den deutschen Bauern, was auch die Abgeordnete Sylvie Pichot anmerkte und versprach einige Punkte mit in das Parlament zu nehmen.

Am letzten Tag gab es eine Führung in Französisch und Deutsch durch Klothilde Schriefl und Josef Unsinn in der Wallfahrtskirche Maria-Rain. Bei gemeinsamen Liedern demonstrierten die beiden Führer die wunderbare Akustik der Kirche. Vor dem tränenreichen Abschied wurde noch ein Bayerisches Büffet geboten.

Aber da für 2013 bereits wieder zwei Austausche geplant sind, war der Abschied erträglich. Vom 16.08. bis 24.08.2013 findet in Frankreich der alljährliche Jugendaustausch statt. Das 30jährige Jubiläum der Partnerschaft wird vom 02.10. bis 06.10.2013 in Bais gemeinsam gefeiert.

100 Oy-Mittelberger in Bais

Die Partnerschaft von Oy-Mittelberg und Bais feierte ihr 30-jähriges Jubiläum in Frankreich. Zu diesem Anlass machten sich 100 Oy-Mittelberger auf den Weg in die 1056km entfernte Partnergemeinde Bais in der Mayenne. Den Tag der Deutschen Einheit feierte die Delegation in Paris. Nach der Ankunft am frühen Vormittag organisierten die französischen Freunde eine ausführliche Stadtrundfahrt im Zentrum der Hauptstadt von Frankreich. Bei wunderbarem Wetter konnten die Allgäuer den Eiffelturm, den Invalidendom, den Louvre sowie die berühmte Kathedrale von Notre-Dame bestaunen. Natürlich sollten ein Besuch des Place de la Concorde, der Champs-Elysee und mehrere Runden auf dem Kreisverkehr um den Triumpfbogen nicht fehlen. Danach hatten die Oy-Mittelberger die Möglichkeit die berühmten Gebäude und Brücken bei einer Bootsfahrt auf der Seine zu bestaunen. Die Bürgermeisterin von Bais und Abgeordnete in der Assemblée Nationale (Parlament von Frankreich) Sylvie Pichot hatte dann noch ein besonderes Schmankerl auf Lager. Auf ihre Einladung hin hatte die Delegation die einmalige Gelegenheit das gesamte Gebäude des französischen Parlamentes zu besichtigen. Hier beeindruckte die Besucher besonders die mit 700.000 historischen Büchern bestückte Bibliothek. Zum Abschluss durften die Oy-Mittelberger noch einer Debatte der Nationalversammlung beiwohnen. Am Abend begrüßten die Baiser die Freunde aus der Partnergemeinde im Salle Polyvalente in Izé. Die französischen Freunde konnten wie gewohnt alle Deutschen in Familien unterbringen. Schon am nächsten Morgen stand ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm, der Besuch des neben Eiffelturm berühmtesten Ortes von Frankreich, dem 100km von Bais entfernten Mont Saint Michel. Bei mildem Wetter starteten die Teilnehmer zu einer 7km langen Wattwanderung quer durch die „Baie von Mont St. Michel“. Die Gruppe wurde von einem sehr kundigen Führer durch die Bucht geleitet. Er zeigte den sehr interessierten Wanderern Haifisch- und Tintenfischeier, erklärte dass die vielen seltenen Vögel den Winter in der Bucht verbringen und zeigte verschiedene Stellen mit Treibsand. Am Ziel der Wanderung konnten alle den Mont Saint Michel bestaunen und erkunden. Für den Abend hatten die Gastgeber einen lockeren Partnerschaftsabend im Salle Polyvalente von Bais organisiert. Das Fest eröffnete die Steel-drum Gruppe von Evron vor 290 Freunden der Partnerschaft, anschließend spielten die Harmonie de Bais und die Oyer Harmoniemusik auf. Sehr großen Anklang fand die Aufführung des Baiser Deutschkurses, der den Saal zum Brodeln brachte. Weit nach Mitternacht fielen alle „todmüde“ ins Bett. Am Samstagvormittag wurde eine Gedenktafel zu Ehren der bereits verstorbenen Bürgermeister Albert Chauveau und Josef Gallenmiller, die vor 30 Jahren zusammen mit den anwesenden damaligen Partnerschaftsvorsitzenden Daniel Desmot und Alfred Mey gründeten, enthüllt. Die aktuellen Bürgermeister Sylvie Pichot und Theo Haslach überreichten den beiden Mitbegründern eine Ehrentafel zur Erinnerung. Umrahmt wurde die Veranstaltung von den Alphornbläsern und den beiden Harmonien. Zum offiziellen Festabend erschien der französische Landwirtschaftsminister Guillaume Garot, er begeisterte die 320 Festgäste durch seine mitreißende Rede. Weitere Höhepunkte bildeten die Alphornbläser und das gemeinsame Konzert der Harmonie de Bais und der Oyer Harmoniemusik, die über weite Strecken in gemischter Besetzung spielten. Zum Abschluss des Abends trat dann eine Gruppe Oyer mit einigen deutschen und französischen Volksliedern auf, was die Festgäste noch einmal zu Beifallsstürmen hinriss. Leider mussten die Allgäuer am Sonntag schon um 9:00 Uhr zur Rückreise aufbrechen, es gab zum Abschied viele Tränen und alle waren sich einig, im nächsten Jahr trifft man sich wieder in Oy-Mittelberg zum Gegenbesuch.